Modul 1: Einführung in digitale Geschäftsmodelle (24 KE)
Fokus: Verstehen, wie digitale Wertschöpfung funktioniert und wie traditionelle Modelle transformiert werden.
- 1.1 Grundlagen der Digitalökonomie (4 KE)
- Vom linearen Produktgeschäft zur Plattformökonomie.
- Netzwerkeffekte, Skalierbarkeit und Grenzkosten gegen Null.
- 1.2 Typologisierung digitaler Geschäftsmodelle (8 KE)
- Software-as-a-Service (SaaS), Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS).
- Marktplätze, Vermittlungsplattformen und Data-Driven Business Models.
- Freemium-, Subscription- und Pay-per-Use-Modelle.
- 1.3 Frameworks zur Geschäftsmodellentwicklung (8 KE)
- Das Digital Business Model Canvas in der Praxis.
- Wertversprechen (Value Proposition Design) im digitalen Zeitalter.
- 1.4 Fallstudien & Disruption (4 KE)
- Analyse von Best Practices (z. B. Salesforce, AWS) und gescheiterten analogen Modellen.
Modul 2: Grundlagen des B2B-Technologievertriebs (32 KE)
Fokus: Komplexe Vertriebsprozesse für erklärungsbedürftige Tech-Produkte steuern.
- 2.1 Besonderheiten des B2B-Tech-Vertriebs (6 KE)
- Lange Vertriebszyklen, hohe Investitionsvolumina und Risikominimierung beim Kunden.
- Das Buying Center: Wer entscheidet wirklich? (CEO, CTO, Einkauf, Endanwender).
- 2.2 Consultative & Solution Selling (10 KE)
- Vom Produktverkäufer zum strategischen Berater.
- Bedarfsanalyse und Problem-Sizing beim Kunden.
- Value-Based Selling: Den ROI (Return on Investment) von Technologie vorrechnen.
- 2.3 Der moderne B2B-Vertriebsprozess (8 KE)
- Inbound- vs. Outbound-Leadgenerierung (Account-Based Marketing).
- Qualifizierung von Leads (BANT- oder MEDDPICC-Methode).
- Pipeline-Management und Forecasting.
- 2.4 Verhandlungsführung & Abschluss im Tech-Bereich (8 KE)
- Umgang mit IT-Einkäufern und Compliance-Vorgaben.
- Gestaltung von Service Level Agreements (SLAs) und Rahmenverträgen.
Modul 3: Kundenschnittstellen im E-Commerce (24 KE)
Fokus: Gestaltung der digitalen Berührungspunkte (Touchpoints) entlang der Customer Journey.
- 3.1 Die digitale Customer Journey im B2B (6 KE)
- Phasen: Awareness, Consideration, Purchase, Retention, Advocacy.
- Omnichannel-Strategien: Nahtloser Übergang zwischen Online-Shop, Vertriebsaußendienst und Customer Service.
- 3.2 E-Commerce-Plattformen & Portale (8 KE)
- B2B-Onlineshops vs. Kunden-Self-Service-Portale.
- Funktionen: Individuelle Preislisten, Großbestellungen, Freigabeprozesse (Budgetgrenzen für Einkäufer).
- 3.3 User Experience (UX) & User Interface (UI) (6 KE)
- B2B-Einkäufer erwarten B2C-Komfort (Amazon-Effekt).
- Informationsarchitektur, Suchfunktionen (Elasticsearch) und Produktkonfiguratoren.
- 3.4 Datengetriebene Schnittstellenoptimierung (4 KE)
- Key Performance Indicators (KPIs) im E-Commerce (Conversion Rate, Customer Lifetime Value).
Modul 4: Psychologie digitaler Kaufentscheidungen (24 KE)
Fokus: Die menschliche Komponente hinter dem Bildschirm – auch B2B-Einkäufer sind Menschen.
- 4.1 Verhaltensökonomie & kognitive Verzerrungen (Biases) (8 KE)
- Social Proof und Authority im digitalen Raum (Fallstudien, Zertifikate).
- Loss Aversion (Verlustaversion) im Tech-Vertrieb nutzen.
- Der Ankereffekt bei Preisverhandlungen und Paketstrukturen.
- 4.2 Vertrauensaufbau im digitalen Raum (6 KE)
- Da physische Nähe fehlt: Wie digitale Empathie und Transparenz Vertrauen schaffen.
- Die Psychologie von Content-Marketing (Whitepaper, Webinare als Vertrauensanker).
- 4.3 Reibungspunkte (Friction) reduzieren (6 KE)
- Warum digitale Kaufprozesse abgebrochen werden (Überforderung durch Auswahl, mangelnde Preistransparenz).
- Nudging: Sanfte psychologische Stupser zur Kaufentscheidung.
- 4.4 Post-Purchase-Psychologie (4 KE)
- Kaufreue (Kognitive Dissonanz) verhindern.
- Kundenbindung durch Onboarding-Psychologie.
Modul 5: Systemstrukturen & IT-Architektur (24 KE)
Fokus: Das technologische Fundament verstehen, um sprachfähig zwischen Vertrieb, Kunde und IT zu sein.
- 5.1 Das digitale Ökosystem im Unternehmen (8 KE)
- Das Zusammenspiel der Kernsysteme:
- CRM (Customer Relationship Management, z. B. Salesforce).
- ERP (Enterprise Resource Planning, z. B. SAP).
- PIM (Product Information Management) & MAM (Media Asset Management).
- E-Commerce-Engine (z. B. Shopware, Commercetools).
- Das Zusammenspiel der Kernsysteme:
- 5.2 Datenflüsse & Schnittstellen (API) (6 KE)
- Wie Daten wandern: Vom Lead im CRM zum Auftrag im ERP und zur Auslieferung.
- Bedeutung von REST-APIs und Echtzeit-Datensynchronisation.
- 5.3 Moderne Architekturansätze (6 KE)
- Monolithische Systeme vs. Composable Commerce (MACH-Architektur: Microservices, API-first, Cloud-native, Headless).
- Vorteile für den Vertrieb: Schnellere Anpassung an Markttrends.
- 5.4 Datenschutz & IT-Security (4 KE)
- DSGVO-Konformität im digitalen Vertrieb und E-Commerce.
- Grundwissen IT-Sicherheit für Vertriebsmitarbeiter (SaaS-Zertifizierungen wie ISO 27001).
